Sailbahnprojekt nimmt letzte Hürde

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Sailbahnprojekt nimmt letzte Hürde

seilbahn gros
02.04.2025 - Neue Seilbahn zwischen Mainau und Reichenau geplant: Zukunftsprojekt am Bodensee nimmt Form an - war ein Aprilscherz.

BN/IBN: Quelle 1. April 2025 ReGü


Was vor wenigen Jahren noch als kühne Vision galt, scheint nun greifbar: Eine moderne Seilbahn soll ab 2027 die Insel Mainau mit der Insel Reichenau verbinden – über den offenen Bodensee hinweg. Die rund 6,5 Kilometer lange Strecke soll nicht nur ein neues Verkehrsmittel zwischen den beiden Inseln bieten, sondern auch ein echtes Highlight für Einheimische und Gäste der Region werden.

Ein Projekt mit Symbolkraft zur Landesgartenschau 2029
Der Anlass für das ambitionierte Vorhaben ist die gemeinsame Ausrichtung der Landesgartenschau 2029, bei der die Insel Mainau für florale Themen und Gestaltung steht, während die Reichenau den Schwerpunkt auf nachhaltigen Gartenbau und Gemüseproduktion setzt. Die Seilbahn soll diese beiden Orte nicht nur physisch, sondern auch thematisch verbinden – Natur trifft Kultur, Tourismus trifft Regionalität.

Technisch durchdacht und ökologisch verantwortungsvoll
Die Umsetzung übernimmt der Seilbahnhersteller Doppelmayr aus Wolfurt in Vorarlberg, bekannt für innovative urbane Seilbahnlösungen weltweit. Zum Einsatz kommen Spezial-Hochstützen, die große Spannweiten ermöglichen und die sensiblen Uferzonen schonen. Insgesamt sind drei Stützen geplant:
eine auf der Insel Mainau, eine auf dem Bodanrück, um den bewaldeten Höhenzug zwischen den Inseln zu überqueren, und eine weitere im flacheren Bereich der Insel Reichenau.

Durch diese Anordnung bleibt der Eingriff in den Bodensee selbst auf ein Minimum reduziert, während zugleich die notwendige Höhe für den Schiffsverkehr eingehalten werden kann. Die Tragseile überspannen mehrere Kilometer, die Gondeln fahren vollständig emissionsfrei.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Energieversorgung: Der Strom für den Betrieb der Seilbahn wird vollständig aus regionaler Biomasse gewonnen – konkret aus Grünabfällen der Salat- und Gemüseproduktion auf der Reichenau. Damit wird ein geschlossener, ökologischer Kreislauf geschaffen, der das Projekt zusätzlich aufwertet.

Finanzierung und Zeitplan
Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei rund 85 bis 95 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg hat bereits Mittel aus dem Bundesvermögen für Infrastrukturprojekte angesucht. Auch das zuständige Ministerialbüro hat sich positiv zum Vorhaben geäußert und sieht darin ein bedeutendes Innovationsprojekt für die Region.

Der Baubeginn ist für Anfang 2027 geplant, mit einer geplanten Inbetriebnahme rechtzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau 2029.
Stimmen aus der Region

Andreas H., Projektleiter bei Doppelmayr, zeigt sich begeistert:
„Ein spannendes Regionalprojekt mit hohem Symbolwert – direkt vor unserer Haustür. Die Umsetzung ist technisch realistisch und im Vergleich zu Überseeprojekten deutlich schlanker planbar.“

Ein neues Kapitel für den Bodensee
Mit der Seilbahn zwischen Mainau und Reichenau entsteht nicht nur eine neue Verbindung über den See, sondern auch ein Symbol für Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und visionäre Mobilität. Die Region darf sich auf ein echtes Zukunftsprojekt freuen, das weit über 2029 hinaus wirken wird.

Quelle: Urlaub am Bodensee-Community


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